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Styropor (EPS) oder XPS? Druckfestigkeit in kPa einfach erklärt

Auf jedem Datenblatt steht sie: die Druckfestigkeit in kPa. Doch was heißt „150 kPa“ eigentlich – und wann reicht Styropor (EPS), wann braucht es XPS oder Schaumglas? Ein Überblick.

DnM Dämmstoffe nach Maß GmbH · Stand: Oktober 2026

Zugeschnittene Dämmplatten aus XPS und PIR auf Palette – DnM Wesel

Was bedeutet kPa?

kPa steht für Kilopascal. 1 kPa entspricht 1 kN je m², also rund 100 kg je m². Eine Druckfestigkeit von 100 kPa bedeutet damit grob 10 Tonnen je m² – oder etwa 1 kg je cm².

Wichtig: Der Wert auf dem Datenblatt ist meist die Druckspannung bei 10 % Stauchung. Er beschreibt eine kurzzeitige Belastung im Prüflabor, nicht die Dauerlast im Bauwerk. Für dauerhafte Lasten gelten deutlich geringere Bemessungswerte – die legt der Hersteller des Dämmstoffs bzw. Ihre Tragwerksplanung fest.

Die Materialien im Vergleich

Druckfestigkeit und Eigenschaften der Dämmstoffe
MaterialDruckfestigkeitBrandverhaltenBesonderheit
Styropor (EPS)100, 150, 200 kPa (300 auf Anfrage)Euroklasse Eleicht und wirtschaftlich, WLS 035; als Graphit-EPS WLS 031/032
XPS (extrudierter Hartschaum)250–300 kPa, auf Anfrage 500 oder 700 kPaEuroklasse Egeschlossenzellig, nimmt kaum Wasser auf
PU/PIR150 kPaEuroklasse Ehohe Dämmwirkung bei wenig Aufbauhöhe, λ ca. 0,022–0,028
Steinwolledruckbelastbar ab 150 kg/m³ (DAA)A1, nichtbrennbarBrand- und Schallschutz
Schaumglas≥ 600 kPaA1, nichtbrennbarsehr druckfest, wasser- und dampfdicht

Werte der von uns verarbeiteten Platten, je nach Produkt und Dicke. Datenblatt und Leistungserklärung erhalten Sie auf Anfrage.

Styropor (EPS) oder XPS – die Unterschiede

Unterschiede Styropor (EPS) und XPS
MerkmalStyropor (EPS)XPS (extrudierter Hartschaum)
Herstellungaus Perlen verschweißtextrudiert, durchgehend geschlossene Zellen
Wasseraufnahmegering, aber höher als XPSsehr gering
Druckfestigkeit100–200 kPa, 300 auf Anfrage250–300 kPa, auf Anfrage 500 oder 700 kPa
Typisch fürFlachdach unter Abdichtung, geschützte AufbautenTerrasse, Balkon, Perimeter- und Sockelbereich, Mauerrandstreifen

Welche Druckfestigkeit für Ihren Aufbau gefordert ist, hängt von Nutzung und Lasten ab – zum Beispiel ob eine Fläche nur gewartet, regelmäßig begangen oder befahren wird. Das legt Ihre Planung fest. Wir schneiden jedes der genannten Materialien nach Maß.

Typische Einsatzbereiche

Für Gefälledämmung auf dem Flachdach wird häufig Styropor (EPS) eingesetzt, für Terrasse und Balkon meist XPS. Wo Brandschutz gefordert ist, kommen Steinwolle oder Schaumglas zum Einsatz. Eine Übersicht aller Materialien finden Sie unter Dämmstoffe im Vergleich.

Häufige Fragen

Was bedeutet 100 kPa bei Dämmplatten? +

100 kPa entsprechen 100 kN je m², grob 10 Tonnen je m². Der Wert ist meist die Druckspannung bei 10 % Stauchung – ein kurzzeitiger Prüfwert, nicht die zulässige Dauerlast.

Ist XPS druckfester als Styropor (EPS)? +

In der Regel ja. Styropor (EPS) gibt es mit 100 bis 200 kPa (300 auf Anfrage), XPS mit 250–300 kPa und auf Anfrage 500 oder 700 kPa.

Welche Dämmung ist am druckfestesten? +

Unter den von uns verarbeiteten Materialien Schaumglas mit mindestens 600 kPa und XPS in 700 kPa auf Anfrage.

Welche Dämmstoffe sind nichtbrennbar? +

Steinwolle und Schaumglas sind nichtbrennbar (A1). Styropor (EPS), XPS und PU sind Euroklasse E.

Anfrage senden

Nennen Sie uns Maße, Menge, Material und Druckfestigkeit – oder senden Sie eine Zeichnung. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

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