DnM Ratgeber · Gefälledämmung

Gefälledämmung oder Gefälleestrich – was ist besser?

Gefälle lässt sich auf zwei Wegen herstellen: mit einem Estrich, der zur Entwässerung hin dünner wird, oder mit zugeschnittenen Gefälleplatten aus Dämmstoff. Beide Wege haben ihren Platz. Der Vergleich zeigt, worin sie sich unterscheiden.

DnM Dämmstoffe nach Maß GmbH · Stand: Oktober 2026

Zugeschnittene Gefälledämmung aus Styropor, XPS, PU und Steinwolle – DnM Wesel

Der Vergleich auf einen Blick

Vergleich Gefälledämmung und Gefälleestrich
MerkmalGefälledämmungGefälleestrich
Gewichtsehr leicht – Styropor (EPS) rund 0,2–0,3 kg/m² je cm Dickeschwer – Zementestrich rund 20 kg/m² je cm Dicke
Trocknungszeitkeine – sofort weiterje nach Dicke und Klima oft mehrere Wochen
DämmwirkungGefälle und Dämmung in einer Schichtkeine nennenswerte Dämmwirkung
Feuchte im Baukeine Baufeuchtebringt Wasser in die Konstruktion
VorfertigungCNC-Zuschnitt nach Gefälleplan, nummeriertGefälle wird vor Ort abgezogen
Typischer EinsatzFlachdach, Terrasse, Balkon, DuscheBodenaufbauten, bei denen ein tragender Estrich gefordert ist

Richtwerte aus den üblichen Rohdichten (Styropor rund 20–30 kg/m³, Zementestrich rund 2000 kg/m³). Maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Produkts.

Rechenbeispiel: Gewicht auf 5 m Gefällelänge

Bei 5 m Gefällelänge und 2 % Gefälle steigt der Aufbau um 100 mm. Im Mittel kommen also rund 50 mm Gefälleschicht hinzu. Als Zementestrich sind das rund 100 kg je m² zusätzliche Last, als Gefälledämmung aus Styropor (EPS) nur etwa 1–1,5 kg je m². Gerade bei Sanierungen, Holzbalkendecken oder Balkonplatten kann das den Ausschlag geben – ob die Konstruktion eine Last aufnehmen kann, beurteilt Ihre Tragwerksplanung.

Wann Gefälledämmung die bessere Wahl ist

  • wenn Gewicht gespart werden muss, etwa bei Sanierung und Aufstockung
  • wenn keine Trocknungszeit eingeplant werden kann
  • wenn das Gefälle zugleich zur Wärmedämmung beitragen soll
  • wenn viele Kehlen, Grate und Abläufe ein genaues, vorgeplantes Gefälle erfordern

Für Terrasse und Balkon kommen vor allem druckfeste Platten aus XPS (extrudierter Hartschaum) infrage – mehr dazu unter Gefälledämmung Terrasse und Balkon. Für Bäder gibt es Gefälleplatten für Dusche und Badezimmer.

Wann ein Estrich sinnvoll bleibt

Wenn der Bodenaufbau einen tragenden, lastverteilenden Estrich verlangt oder die Planung einen bestimmten Belag auf Estrich vorsieht, bleibt der Estrich Teil des Aufbaus. Häufig wird dann trotzdem das Gefälle in der Dämmung hergestellt und darauf ein Estrich in gleichmäßiger Dicke eingebaut. Welcher Aufbau passt, legt Ihre Planung fest.

Häufige Fragen

Ist Gefälledämmung leichter als Gefälleestrich? +

Ja, deutlich. Zementestrich wiegt rund 20 kg/m² je cm Dicke, Styropor (EPS) nur etwa 0,2–0,3 kg/m² je cm. Bei 5 m Gefällelänge mit 2 % sind das im Mittel rund 100 kg/m² gegenüber etwa 1–1,5 kg/m².

Muss Gefälledämmung trocknen? +

Nein. Gefälleplatten bringen keine Baufeuchte ein und haben keine Trocknungszeit.

Kann man Gefälledämmung und Estrich kombinieren? +

Ja. Häufig wird das Gefälle in der Dämmung hergestellt und darauf ein Estrich in gleichmäßiger Dicke eingebaut. Den Aufbau legt Ihre Planung fest.

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